Scheiblersburg

Scheiblersburg war eine Gemeinde im neumärkischen Landkreis Oststernberg. Kirchlich war der Ort zu Költschen eingepfarrt.
Heute heißt die Gemeinde Krzemów und liegt im polnischen Landkreis Sulęciński. Scheiblersburg liegt ca. 44 Kilometer östlich von Küstrin und ca. 29 Kilometer südwestlich von Landsberg an der Warthe entfernt.

Geschichte

Scheiblersburg oder auch Sabinenhof genannt, wurde 1771 auf Neuwalder Territorium auf königliche Kosten gebaut.
Die Namesgebung geht auf den Neumärkischen königlichen Regierungsrat Scheibler zurück. Auf Grund von Streitigkeiten zwischen der Gemeinde Költschen und der Herrschaft in Neuwalde entstand aus einem Teil die Kolonie Friedrichsburg, später Streitwalde.
Anfang des 19. Jahrhunderts gehörte Scheiblersburg der v. der Osten.
Ursprünglich war die Kolonie auf beiden Seiten des Brenkenhoff-Kanals angelegt und mit einer Brücke verbunden.
Die Form der Kolonistengrundstücke war extrem schmal und lang. Sie zogen sich vom Wall in Richtung Brenkenhoff-Kanal. Eine Straße teilte die Hälfte der Grundstücke zu gleichen Teilen, so das 50 gleichgroße Parzellen entstanden.


Einwohner

Die Kolonie war ursprünglich für 50 Stellen zu je 5 Morgen vorgesehen. 1778 waren alle Stellen belegt (51 Familien - bestehend aus 237 Einwohnern). Die Kolonisten brachten 333 Reichstaler, 8 Pferde und 95 Rinder mit. 1785 waren noch fast alle Stellen (49 Kolonisten zu je 6 Morgen) belegt aber bereits 1809 lebten nur noch 10 Kolonisten und 16 Einlieger (110 Einwohner) in Scheiblersburg.

Lt. der Volkszählung vom 02.12.1895 lebten 320 Personen (alle mit dem evangelischen Religionsbekenntnis) in 55 Wohnhäusern in Scheiblersburg.

Lt. der Volkszählung vom 01.12.1910 lebte 245 und vom 16.06.1925 180 Personen in S.

Quelle:
Bratring, Friedrich Wilhelm August: Statistisch-topographische Beschreibung der gesammten Mark Brandenburg, Bd. 3 (1968, S. 290)
Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, Allg. Kartensammlung, Signatur XI. HA, F 53431
Gemeindelexikon für das Königreich Preußen: auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 2. Dezember 1895 und anderer amtlicher Quellen
Heimatkalender Oststernberg (1927, S. 33)
Kubach, Hans Erich: Die Kunstdenkmäler des Kreises Oststernberg (1984. S. 173)
Ost-Sternberger Heimat-Kalender (1932. S. 173)
Zuverlässige Nachrichten von wichtigen Landes- und Wirtschafts-Verbesserungen - Erster Band" (Stettin, 1778)